Regionaler runder Tisch Kindeswohl in Oppenheim
Posted by: Elizabeth Schmahl on: Juni 5, 2007
Am 30. Mai fand der erste “runder Tisch zum Kindeswohl” in Oppenheim (Rhh.) statt. Das Ziel war “die Zusammenarbeit verschiedener Akteure in Zukunft besser zu vernetzen.”
“Immer wieder werden wir durch Medienberichte auf das Leid von Kindern aufmerksam gemacht: Vernachlässigung, Verwahrlosung bis hin zu Todesfällen. Diese Fälle bedeuteten auch eine Motivation, ein Maßnahmenpaket zu schnüren”, führte Alt in die Gesprächsrunde ein. Die regionalen runden Tische, insgesamt sind 12 bis 15 Veranstaltungen in allen Verbandsgemeinden des Kreises geplant, seien wichtige Bestandteile der Gesamtkonzeption. … Viele Fragen galt es zu beantworten, und schnell war klar, dass noch immer sehr viel Zurückhaltung herrscht, wenn es darum geht, Auffälligkeiten zu melden. “Ich weiß oft schon vor der Geburt eines Kindes, dass es in dieser Familie Probleme geben wird”, berichtete eine Hebamme. Gerade in den ersten drei Lebensjahren, eine “sensible Phase”, würden die Weichen für die Entwicklung eines Kindes gestellt. Doch die Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen, seien sehr gering. Viele Väter und Mütter seien schlichtweg unfähig, ihr Kind zu erziehen, seien weder vorbereitet noch sensibilisiert für deren Bedürfnisse, berichtete die Hebamme. Hier präventiv zu wirken, sei ungemein schwer. Hilfsangebote würden abgelehnt, “aus viele Gründen”.
Sender-Petry, Helena. “Zusammenarbeit besser vernetzen – Regionaler runder Tisch zum Kindeswohl in Oppenheim/Experten tauschen Erfahrungen aus.” Allgemeine Zeitung (01.06.2007).
Weitere Auskunft über das Projekt hier:
“Regionale Runde Tische.” Rheinland-Pfälzisches Interventionsprojekt gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen (RIGG). http://rigg-rlp.de/ (05.06.2007).