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Wirbelsäulendysfunktionen bei Säuglingen

Posted by: Elizabeth Schmahl on: März 17, 2007

Eine starke Belastung der Wirbelsäule des Kindes ist während der Geburt nicht zu verhindern.

Unter der Geburt wird die Wirbelsäule eines Säuglings stark belastet. Eine Streckung ist bei einer Spontangeburt notwendig, damint der Kopf des Kindes um die Symphyse durch das kleine Becken heraustreten kann. Zusätzlich wird die Wirbelsäule gestreckt, wenn eine vaginale Operation, d.h. eine Saugglocken- oder Zangengeburt, durchgeführt wird. Bei einer Kaiserschnitt-Entbindung wird die Wirbelsäule des Kindes in dem Moment gestreckt, wenn das Kind am Kopf aus dem Bauch der Mutter gezogen wird. Die Öffnung der Bauchdecke ist kleiner als die Muttermundöffnung bei einer Spontangeburt, d.h. der Operateur muss relativ stark am Kopf des Kinder ziehen, damit es geboren wird. (Seite 6)

Es gibt aber mehrere Risikofaktoren für Wirbelsäulendysfunktionen bei Säuglingen. Hierzu zählen “eine lange Schwangerschaftsdauer, ein hoher BMI des Kindes bei der U1, eine großere Gewichtszunahme in den ersten sechs Lebensmonaten und Anzeichen für eine Gesundheitsstörung bei der U2″ (Seite 68).

Leider gibt es kaum Möglichkeiten, Wirbelsäulendysfunktionen während der Geburt zu vermeiden. Trotzdem ist es

wünschenswert, dass alle medizinisch ausgebildeten Personen, insbesondere Hebammen, (Kinder-)Ärzte und Orthopäden ihr Augenmerk auf Anzeichen für eine Wirbelsäulendysfunktion richten. In der Schwangerschaft sollten alle Schwangeren – gemäß den Empfehlungen des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziales – einen oralen Glucose-Belastungstest durchführen lassen. Wenn ein Säugling mehr als zehn Tage nach dem errechneten Termin geboren wurde, einen großen BMI hat oder bei der U2 Anzeichen für eine Gesundheitsstörung zeigt sollte es baldmöglichst einem auf Wirbelsäulenfunktionsstörungen bei Kindern spezialisierten Orthopäden vorgestellt werden. (Seite 68)

Bredner, Barbara. “Risikofaktoren für Wirbelsäulendysfunktionen bei Säuglingen.” Diplomarbeit, Universität Dortmund (17.9.2003).

Empfehlenswert ist in den ersten Lebenstagen ein Besuch beim Osteopath sinnvoll.

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