Posted by: Elizabeth Schmahl on: Februar 9, 2007
Ab März gibt es im Pinneberger Krankenhaus eine Babyklappe, deren Einrichtung bereits schon mehr als 12.000€ kostete. In den letzten Jahren wurden im Kreis Pinneberg zwei Säuglinge ausgesetzt.
Dass es Orten gibt, wo Mutter in Not ihre Kinder sicher abgeben (anstatt einfach abtreiben oder aussetzen) können, finde ich gut. Auf der andere Seite finde ich es aber schade für das Kind, wenn es anonym abgegeben wird, dass es wahrscheinlich keine Möglichkeit haben wird, etwas über seine Familie oder zumindest seinen gesundheitlichen Hintergrund erfahren zu können.
Kimstädt, Sebastian. “Babyklappe in Pinneberger Krankenhaus.“ Kieler Nachrichten (7.2.2007).
September 25, 2007 um 2:05
Dieser Artikel erschien am 9. Februar ‘07 und das ist genau der Tag, an dem ich vor 18 Jahren mit Wehen in ein Hamburger Krankanhaus ging. Ich habe meine Tochter einen Tag später in den Armen gehalten und hätte sie niemals wieder hergegeben, obwohl der Kindsvater schon in der Schwangerschaft seine Unterstützung abgesagt hatte. Ich weiß, wie man sich fühlt, wenn man nicht weiß, ob man das alles schaffen wird und ich habe Vertändnis für Frauen, die nach einer Lösung suchen – auch wenn sie anders aussieht als meine. Die Mütter haben dann ja auch noch einige Wochen die Gelegenheit, sich zu melden und ihr Kind zurück zunehmen. Ich finde eine Babyklappe allemal besser als ein erfrorenes Baby. Ob man es Müttern so leicht machen darf? Kaum eine Mutter macht es sich leicht! Wer es sich immer leicht machen kann – und das stellt niemand in Frage – sind die Väter.
Ja, ich befürworte Babyklappen!