Verfasst von: Elizabeth Schmahl in: Oktober 3, 2009
Angeklagte: „Es war aus reiner Mutterliebe“
Eine Mutter wurde zu acht Monaten Haft verurteilt, weil sie – wie viele andere Mütter – langzeitstillt! Offensichtlich hat der Richter keine Ahnung von den international akzeptierten Empfehlungen der WHO, oder wissentlicher Forschung zum Thema natürliches Abstillalter (ca. 4 bis 7 Jahren). Ich bin einfach ohne Worte. Schrecklich, schrecklich, schrecklich.
Verfasst von: Elizabeth Schmahl in: März 7, 2009
So sieht die neue Stillwerbung in Californien aus:
„Lactating Women Getting Second Looks in Marin“
Verfasst von: Elizabeth Schmahl in: September 17, 2008
Heute beim Frühstück hat mein Mann mir seine FAZ in die Hand gedrückt. „Das interessiert Dich besimmt!“ sagte er. In der Nähe von Zürich gibt’s tatsächlich einen Wirt – Hans Locher, der Frauenmilch zur Vorbereitung von Gerichten wie z.B. „Züri-Geschnetzelten à la Muttermilch“ in seinem Restaurant „Storchen“ benutzen will.
Erstens dachte ich, igit! An meine eigene Milch habe ich gelegentlich mal nach dem Abpumpen genippt, aber die Idee, Milch von anderen Müttern zu trinken finde ich als Erwachsene nicht besonders reizend. Als abgestillter Mensch brauche ich vielleicht gar keine Milch (auch nicht von Tieren), wenn ich dafür andere gesunde Ernährung einnehme.
Aber wenn z.B. meine eigene Milch nicht gereicht hätte, hätte ich keine Bedenken gehabt, Frauenmilch (statt kunstliche Ersatznahrung) für meine Kinder anderswo hierher zu organizieren.
Von daher habe ich lächeln mussen, als ich plötzlich erkannt habe, was für eine tolle Gelegenheit dabei entstanden ist, Muttermilch/Frauenmilch richtig als „Lebensmittel“ in der Öffentlichkeit zu diskutieren und bezeichnen, auch wenn deis zumindest in der Schweiz noch nicht gesetzlich so ist.
Auch im Internet zu lesen unter z.B.
„Schweizer Wirt will mit Mutermilch kochen“
„Dem Wirt droht eine Anzeige“
und
„Ich werde nicht selber abpumpen“
Verfasst von: Elizabeth Schmahl in: Mai 22, 2008
Mal was ganz Beklopptes:
„Renate Schmidt für Wahlrecht ab Geburt“. Merkur-Online.de, 20.05.2008 21:03 Uhr.
Verfasst von: Elizabeth Schmahl in: April 6, 2008
Aktion Autokindersitz ist eine empfehlenswerte Webseite für alle, die Fragen zum Thema Autokindersitze haben.
Hier etwas ganz Aktuelles:
Welche gebrauchten Kindersitze dürfen nicht mehr verwendet werden?
Pauschal gilt: Umso moderner ein Autokindersitz ist – umso sicherer ist er. Achten Sie auf jeden Fall bei einem gebrauchten Autokindersitz darauf, dass die Prüfnummer auf dem Prüfetikett mit 03 oder besser noch mit 04 beginnt. Die Zahlen stehen für die aktuelle Prüfnorm ECE R 44/03 oder 04. Alle anderen Sitze sind ab 8. April 2008 in Deutschland verboten.
Tipp: Gebrauchte Kindersitze sollten nur verwendet werden, wenn sicher ist, dass sie keine Schädigungen aufweisen. Verwenden Sie außerdem nie einen Sitz ohne Bedienungsanleitung, denn eine falsche Verwendung kann zu schlimmen Verletzungen beim Kind führen.
www.aktion-autokindersitz.de
Verfasst von: Elizabeth Schmahl in: April 4, 2008
Immer früher in der Schwangerschaft können Fehlbildungen und Behinderungen festgestellt werden. Eine Auswirkung ist, dass Eltern, die keine Abtreibung durchführen lassen, mehrere Monaten Zeit bis zur Geburt beispielsweise zum Tod ihres Kindes verbringen und ihr Schicksal entgegensehen. Zum Glück bekommen heutzutage Familien, deren (auch ungeborene) Kinder nicht lange zu leben haben, mehrere Unterstützungsmöglichkeiten als vor Jahrzehnten angeboten. Ich finde es wichtig, dass es diese (und natürlich weitere) Fachpersonen und Organisationen gibt, die sich bereit erklären, Eltern und Familien zu helfen, diese kurze Zeit mit ihren Kindern so liebevoll und positiv wie möglich zu verbringen – sowie auf Wünsch der Familie nötige Formalitäten (z.B. Kontakt mit einem Bestattungsinstitut aufnehmen) zu erledigen. In dem folgenden Artikel werden auch die Erlebnisse einer Familie, die schon während der Schwangerschaft mit der Diagnose einer Trisomie 18 (Edwards-Syndrom) konfrontiert wurde, berichtet.
„When a baby is destined to die -
Perinatal hospices support families with a terminal prenatal diagnosis“
By Linda Dahlstrom
MSNBC.com Health editor
Mit Video: „A life in 29 days -
A family’s journey through the birth and death of their child.“
MSNBC
updated 8:24 a.m. ET March 24, 2008
1. Seite:
http://www.msnbc.msn.com/id/23682263/
2. Seite:
http://www.msnbc.msn.com/id/23682263/page/2/
Verfasst von: Elizabeth Schmahl in: Januar 19, 2008
Zusammen organisierten ver.di Bundesverwaltung und der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Bundesverband die bis Ende Februar laufende Unterschriftenaktion, „UNS REICHT’S“, wobei sie gegen „Stellenabbau und unzumutbare Arbeitsbedingungen“ protestieren. Viele Organisationen, wie z.B. der Bund Deutscher Hebammen e.V., sind offizielle Unterstützer dieser Kampagne und ermuntern ihre Mitglieder mitzumachen.
Weitere Auskunft über „UNS REICHT’S“ finden Sie unter:
http://www.pflege-uns-reichts.de
oder
http://www.bdh.de/index.php?id=417
Verfasst von: Elizabeth Schmahl in: Januar 18, 2008
Italienische Wissenschaftler, unter der Leitung von Dr. Albin Thöni, stellten fest, dass eine erhöhte Infektionsgefahr für Neugeborene bei Wassergeburten (im Vergleich zu Landgeburten) nicht zu befürchten ist.
Projektmitarbeiter entnahmen bei 300 Geburten jeweils zwei Wasserproben, um sie auf pathogene Keimen zu untersuchen. Die A-Proben bestanden aus frischem Leitungswasser von den sauberen, frisch gefüllten Gebärwannen. Die B-Proben wurden „nach erfolgter Geburt in der Wanne“ entnommen. Anschließend „wurden durch den Pädiater die Anzeichen von Infektionen bei Neugeborenen während des stationären Aufenthaltes dokumentiert.“
Ergebnisse: Bei den A-Proben fanden sich in 29% Legionellen, in 22% Pseudomonas aeruginosa, in 18% Enterokokken, in 32% koliforme Keime und in 8% Escherichia coli. Nach dem Einbau eines Filtersystems wurden Legionellen nicht mehr nachgewiesen. P. aeruginosa war nur noch in 3% der Proben vertreten. Bei den B-Proben fanden wir in 81% eine erhöhte Belastung durch koliforme Keime. Eine starke Belastung mit E. coli wurde in 58% der Proben nachgewiesen. Bei 1,15% der im Wasser geborenen Kinder (14 von 1215) wurde wegen klinischen und biochemischen Verdachts auf eine beginnende Infektion ein Antibiotikum verabreicht. Dagegen waren es bei den Neugeborenen zu Lande 2,30% (19 von 817).
Schlussfolgerung: Es ist offensichtlich, dass während der Pressphase Stuhl in die Gebärwanne ausgeschieden wird und das Wasser vor allem durch E. und koliforme Keime und geringfügig auch mit Staphylococcus aureus belastet wird. Durch den Einbau eines Filtersystems im Zuleitungsschlauch der Gebärwanne konnte die Kontamination des Leitungswassers mit Legionellen und Pseudomonaden deutlich reduziert werden. Kindliche Infektionen waren nach den Wassergeburten nicht häufiger zu beobachten als nach Landgeburten.
Thönia, A., et al. „Die Kontamination des Wassers und die Infektionsrate bei der Wassergeburt“. Gynäkologisch-geburtshilfliche Rundschau 2007;47:33-38 (DOI: 10.1159/000098123).
Verfasst von: Elizabeth Schmahl in: Januar 15, 2008
Warum sterben Gebärende 70% öfter in den Vereinigten Staaten als in Europa? Welche Rollen spielen Frauenärzte, Kliniken, Medien und der Staat in diesem Geburtssystem? Welche Anreize führen zu überflüssigen Eingriffen, z. B. Induktionen (oft mit Cytotec und anderen unzugelassenen Medikamenten) und Kaiserschnitten? Was muss geändert werden, um Müttern und Neugeborenen eine bessere, sichere Betreuung zu gewährleisten?
In dem im November 2006 erschienenen Buch Born in the USA: How a Broken Maternity System Must Be Fixed to Put Women and Children First werden diese Fragen gründlich beantwortet. Autor Dr. Marsden Wagner berichtet von den vielen Problemen in dem „professionellen“ Geburtssystem in Amerika. Er schreibt kritisch über die Ausbildung und Tätigkeiten von amerikanischen Frauenärzten, die die Macht über normale, risikoarme Geburten behalten wollen – anstatt Hebammen oder spezial ausgebildeten Krankenschwestern Spielraum zu erlauben. Seine Argumente sind mit zahlreichen Quellen bestätigt, und er hat konkrete Vorschläge, wie das marode System in Ordnung gebracht werden könnte.
Dr. Wagner, Mediziner und Naturwissenschaftler, ist u.a. ehemaliger Leiter von Frauen- und Kindergesundheit bei der Weltgesundheitsorganisation. Er lehrte 15 Jahren an der University of California Los Angeles und ist Autor von Pursuing the Birth Machine: The Search for Appropriate Birth Technology und Tough Choices: In Vitro Fertilization and the Reproductive Technologies.
Giardino, Angelo P., MD, PhD, MPH. Review. Medscape General Medicine, 2007; 9(1): 61. 28 März 2007.
Wagner, Dr. Marsden, MD, MS. Born in the USA: How a Broken Maternity System Must Be Fixed to Put Women and Children First. University of California Press, 1. Auflage, 1 November 2006. ISBN: 978-0520245969
Verfasst von: Elizabeth Schmahl in: November 9, 2007
Das erste Treffen (Thema: Hebammensystem Neuseelands) findet sich am 20. November um 22:00 Uhr (deutsche Zeit) statt. Nach einer Veranstaltung, die etwa zehn Minuten dauern wird, darf man Fragen stellen und sich an der Diskussion beteiligen. Das Treffen ist nicht nur für Hebammen, sondern alle, die sich dafür interessiern. Hebammen Sarah Stewart und Carolyn McIntosh sind die Moderatorinnen dieser Veranstaltung.
Otago Polytechnic – New Zealand Midwifery (Treffen 1)
Ein zweites Treffen umfasst weiterführendes Studium und Hebammenforschung. 29. November um 10 Uhr (deutsche Zeit) geht es los.
Otago Polytechnic – Postgraduate Midwifery Research Meeting (Treffen 2)
Weitere Auskunft finden sie auf der Webseite von Frau Stewart.